Planktonblüten, Tote Zonen

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London war um 1815 mit 1,4 Millionen Einwohnern die grösste Stadt der Welt. Die Abwasser und Müll Entsorgung war jedoch alles andere als modern. Beides wurde zu einem grossen Teil auf die Strasse oder in Sinkgruben geschüttet. Die Erfindung der Wasserspülung erhöhte die Menge. 1858 erreichten sie mit dem sogenannten „Grossen Gestank“ der Themse ihren Höhepunkt. Diese „Londoner“ Probleme wiederholten sich auf der ganzen Welt und belasten noch heute die meisten Grossstädte in den Entwicklungsländern. Die Städte liegen an gewaltigen Flüssen, die den Menschen Wasser liefern und Abfälle mitnehmen. Diese Flüsse sind beim Erreichen der Meere voller Jauche, Giftstoffe und Müll aus den Städten, sowie Abwässer aus der Industrie und Landwirtschaft. Dieses Problem verstärkte sich nach dem zweiten Weltkrieg, als die Bauern zur Steigerung ihrer Erträge auf chemische Düngungsmittel zurückgriffen.

Kunstdünger wird zum Nährstoff für Planktonblüten, die manchmal sogar vom Weltraum aus zu sehen sind. Wenn die Planktonorganismen abgestorben sind, entzieht ihre Zersetzung dem Wasser den Sauerstoff. Es ähnelt einem Leichentuch das über das Meer gelegt wurde. Viele Fische, Krebse und Garnelen schaffen es nicht zu flüchten und sterben wie Muscheln, Schnecken, Würmer und Seesterne die nicht weglaufen können. Fischer sind gezwungen, gespenstisch leeres Gewässer zu durchqueren, wenn sie dahinter in weiter Ferne noch etwas fischen wollen.

In der Mississippimündung erreicht eine solche Tote Zone mehr als 20000 Quadratkilometer Ozean. Hinzu kommt, dass Planktonblüten auch für Menschen giftig sein können. Alle Indizien weisen nachdrücklich auf Düngemittel aus der Landwirtschaft als Ursache solcher Toten Zonen hin.

Biologische Produkte sind ein wichtiger Schritt in eine positive Richtung. Natürlich brauchen wir noch weitere Lösungen, doch unser heutiger Griff zu Bioprodukten kurbelt die nachhaltige Produktion an. Fehler die früher gemacht wurden, müssen sich nicht mehr in anderen Ländern wiederholen. Die Anzahl Menschen und somit unsere Auswirkungen, sind heute zu gross um den Schaden danach wieder reparieren zu wollen. Wir müssen jetzt vorsorgen und unser Wissen grosszügig weitergeben. Es geht in der heutigen Zeit nicht mehr um die Erfolge einzelner Länder, sondern um das Bestehen der Natur und des Lebens als Ganzes.

Biobauern, Karte wo Regionale Bioprodukte zu beziehen sind.

Ideensammlung – Förderung für eine Nachhaltige Zukunft.

Menschen die Projekte bereits umsetzen.